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Tegel: Dobrindts nächste Luftnummer

 Zur Äußerung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, man solle über die Offenhaltung Tegels nachdenken, erklärt Lisa Paus, Berliner Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/ Die Grünen am 07.Juli 2017:

„Der Vorstoß von Verkehrsminister Alexander Dobrindt ist verantwortungslos. Die Union schreibt sich gerne Verlässlichkeit auf ihre Fahnen. Wenn es aber darum geht, im Wahlkampf auf Stimmenfang zu gehen, interessiert sie sich nicht mehr für das, was sie gestern gesagt hat.

Mit der Kehrtwende stellt Dobrindt die Zuverlässigkeit politischer Entscheidungen zur Disposition. Die Schließung Tegels war keine einsame Entscheidung Berlins, sondern eine gemeinsame der drei Flughafengesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg. Sie hat sich in einem rechtlich verbindlichen Planfeststellungsbeschluss niedergeschlagen, den das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigt hat.

Eine Offenhaltung von Tegel würde zu einer Flut von Prozessen von zu Recht empörten Anwohnerinnen und Anwohnern führen. Ein weiteres Milliardengrab und eine stadtplanerische Hängepartie kann sich Berlin nicht leisten. Berlin braucht Tegel als Standort für günstigen Wohnraum und neue Arbeitsplätze.“

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