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Zum morgigen Welthebammentag: Große Koalition schafft Hebammen-Beruf de facto ab

Am morgigen 5.Mai ist Welthebammentag . Deshalb hat die grüne Bundestags-Fraktion eine Kleine Anfrage zur Situation der Hebammen bundesweit gestellt und darauf von der Bundesregierung tendenziell ausweichende Antworten bekommen.

Die Haupterkenntnis für die grüne Fraktion ist: Die Bundesregierung plant keinerlei Verbesserungen für die Geburtshilfe – trotz der Hilferufe, die aus den Geburtshäusern und Krankenhäusern zum Hebammenmangel kommen. Sie verweist auf die Länder. Die Grünen fordern deshalb eine bundesweite Erhebung, wo wie viele Hebammen in der Geburtshilfe fehlen. Damit Bund und Länder gezielt Maßnahmen ergreifen können.

Denn die Zahl der Geburten ist in vielen Teilen Deutschlands gestiegen: In Berlin um an die 40% seit 2006. Berlin hat als eines der wenigen Bundesländer schon reagiert und die Zahl der Ausbildungsplätze gesteigert. Die steigende Zahl der Hebammen aber ist nicht allein aussagekräftig. Es geht darum, welche davon auch noch in der Geburtshilfe tätig sind.

Für mich als Berliner Bundestagsabgeordneter ist klar: Wenn die Große Koalition so weitermacht, betreibt sie de facto die Abschaffung des Hebammenberufes. Indem sie lange nichts dafür getan hat, dass die Hebammen eine solidarische, bezahlbare Haftpflichtversicherung bekommen. Und jetzt die Hilferufe aus den Geburtshäusern und Kreißsälen ignoriert und auf die Länder verweist.

Frauen haben das Recht auf eine selbstbestimmte Geburt auch im Geburtshaus nur mit Hebamme. Und Hebammen haben eine Rechte auf gute Arbeitsbedingungen, Bezahlung und rechtliche Absicherung.

Zur Kleinen Anfrage Geburtshilfe in Deutschland

PM Welthebammentag zum Download