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Von der Abschaffung des Soli würde eben nicht jeder profitieren

Zur Protestkundgebung des Bundes der Steuerzahler für eine Abschaffung des Soli erklärt Lisa Paus, MdB von Bündnis 90/ Die Grünen am 09.11.2017:

 

„Der Bund der Steuerzahler behauptet zu Unrecht, dass jeder von der Abschaffung des Soli profitiert. Der Solidaritätszuschlag wird eben nicht von allen gezahlt. Alleinerziehende mit einem Kind bezahlen bis zu einem Einkommen von ca. 31.000 Euro keinen Soli. Ein Ehepaar mit zwei Kindern zahlt bis zu einem Einkommen von ca. 56.000 Euro keinen Soli.

 Das Aufkommen des Solis entfällt zu 80 Prozent auf die reichsten 20 Prozent. Das reichste

1 Prozent könnte sich über 5 Mrd. Euro freuen, während die Hälfte der Menschen fast gar nichts von einer Abschaffung des Solis hätte. Eine Entlastung durch die potentielle Jamaika-Koalition sollte die Ungleichheit nicht verstärken, sondern abbauen. „
Hintergrund

Die deutlich negativen Verteilungswirkungen der ersatzlosen Streichung des Solidaritätszuschlages, wonach die oberen 1% um fast 5 Mrd. jährlich entlastet würden, hat das IMK jüngst noch einmal herausgestellt:
https://www.boeckler.de/pdf/p_imk_pb_5_2017.pdf

 

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