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Pestel-Studie zum Baukindergeld

Angesichts der Vorstellung der Pestel-Studie „Baukindergeld auf dem Prüfstand – Wohneigentum als Chance zur Alterssicherung“ erklärt Lisa Paus, Sprecherin für Finanzpolitik Bündnis 90 / Die Grünen, am 18.04.2018:

„Das milliardenschwere Baukindergeld ist rausgeschmissenes Geld und hält nichts von dem, was Horst Seehofer verspricht. Die GroKo sollte die Schnapsidee endlich beerdigen. Die 22 Mrd. Euro könnte man besser in den sozialen Wohnungsbau und eine Grundsicherung für Kinder und Rentner investieren. Das würde wirklich gegen die Wohnungsnot oder Altersarmut helfen“

 

Hintergrund

  • Nach heute veröffentlichten Berechnungen des Pestel-Instituts wird das Baukindergeld die Eigentumsquote in Deutschland kaum erhöhen. Der Anteil der Haushalte mit Wohneigentum dürfte dadurch um höchstens 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte steigen.
  • Aus einer Kleinen Anfrage der Grünen zu den Kosten und Verteilungswirkungen des Baukindergeldes geht hervor :
    • Die Bundesregierung rechnet mit etwa 000 anspruchsberechtigten Familien mit ca. 300.000 Kindern.
    • Das Fördervolumen sukzessive bis auf 4 Mrd. Euro jährlich ansteigen und damit über einen Förderzeitraum von 10 Jahren bis zu 22. Mrd. Euro hosten
    • Von der Förderung profitieren nur die Top 30% der Vermögenden: Nur die reichsten 30 Prozent der jungen Paare mit Kindern in Deutschland bringen das nötige Eigenkapital auf, um Eigentum zu erwerben. In der Gruppe der Mieter oder Alleinerziehenden trifft dies sogar nur auf die obersten zehn Prozent (siehe auch IW Köln Studie Februar 2018 – Wohneigentumsquote).
  • Das DIW warnt außerdem, dass angesichts der hohen Kapazitätsauslastung der Bauwirtschaft und des knappen Baulandangebots pauschale Förderungen nur zu höheren Boden- und Immobilienpreisen führen (Vgl. DIW 2018 – Bauwirtschaft: Ende des Neubaubooms).

 

PM Pestel-Studie zum Download