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Grünes Familienbudget entlastet Familien mit geringem Einkommen am stärksten

Zur Diskussion um die Kindergrundsicherung und Kinderarmut erklärt Lisa Paus, steuerpolitische Sprecherin von Bündnis 90/ Die Grünen am 5.Mai 2017:

 

Es ist dringend notwendig, eine Kindergrundsicherung einzuführen. Kinderarmut ist weit verbreitet und beweist, dass das Ehegattensplitting als Familienförderung versagt. Dieses veraltete Instrument erreicht 4 Millionen Familien in unserem Land nicht – darunter alle Alleinerziehenden, deren Kinder besonders von Armut bedroht sind. Der bestehende Kinderfreibeitrag dagegen begünstigt die einkommensstärksten Familien am meisten.

„Wir brauchen einen Systemwechsel in der Familienförderung. Deshalb schlagen wir Grünen vor, für Alleinerziehende, Unverheiratete und neu Verheiratete das Familienbudget einzuführen. Es besteht aus den Bausteinen Kindergrundsicherung von mehr als 300 € für alle Kinder, einem zusätzlichen Kindergeld-Bonus für Geringverdiener-Familien und höheren Kinderregelsätzen für Hartz IV-Familien. Durch diese drei Bausteine ist sichergestellt, dass vom grünen Familienbudget  gerade die Familien mit geringem bis mittlerem Einkommen am meisten profitieren.“

Wir wollen Familien durch das Familienbudget um 12 Mrd. € entlasten. Bestehende Ehen können entscheiden, ob sie beim Ehegattensplitting mit Kinderfreibeträgen und Kinderzuschlag bleiben oder ob sie freiwillig zum Familienbudget wechseln. Der freiwillige Wechsel würde sich für zwei Drittel der Familien lohnen. So ist sicher: Keiner Familie wird es schlechter gehen, aber Millionen durch das Familienbudget besser.