In, aus und für Berlin.

#StarkeFrauen beim #Bezirkstag #Neukölln

100 Jahre Frauenwahlrecht waren der Themengeber für unseren Bezirkstag Neukölln am 7.März 2018. Und starke Frauen fanden wir beim Unternehmerinnenfrühstück, auf der Kieztour Route 44, beim Integrations-Projekt Meisterhand e.V. , bei Rat und Tat e.V. für lesbische Frauen, beim MaDonna Mädchentreff und last but not least: im Abgeordnetenhaus Berlin.

 

Solidarisches Frauenfrühstück in Neukölln

Solidarisch und perspektivreich beginnt unser Frauenfrühstück im Rahmen des Bezirkstages Neukölln im  wunderschönen Café  „Nah am Wasser“. Die Unternehmerinnen hatten reichlich Anliegen an die beiden Abgeordneten. Lisa Paus, MdB, und Susanna Kahlefeld, MdA, hörten gut zu.

Die Neuköllner Unternehmerinnen hatten eine Menge Anliegen, die sie Lisa Paus, MdB, und Susanna Kahlefeld, MdA. mitteilten

 

“Route 44 Kieztour“ -Kultur Bewegt e.V

Nicht weit vom Wasser entfernt startet auch schon die “Route 44 Kieztour“ durch Neukölln. Emine Elci von Kultur Bewegt e.V. führt uns als Guide durch Ihren Bezirk mit dem Schwerpunkt „Bildung ohne Grenzen“. Hier engagieren sich Neuköllner Frauen, die sich intensiv mit der Geschichte und Gegenwart des Bezirks auseinandergesetzt haben. Sie laden auf ihren Touren dazu ein, Unbekanntes zu entdecken und Bekanntes aus einer anderen Perspektive zu sehen.

In Neukölln ist Einwanderung schon lange Geschichte und Alltag. Emina erlaubt uns einen persönlichen Einblick auf den vielfältigen Kiez aus den Augen von Frauen, die hier ihre (zweite) Heimat gefunden haben. „ Neukölln ist Wahlheimat oder Zufluchtsort für viele Menschen weltweit geworden“ betont Emine. Der Bezirk ist divers und faszinierend mit seinem Potenzial.

http://www.route44-neukoelln.de/

Am Rathaus startet Emine Elci die Kieztour 44 – so genannt nach der alten Postleitzahl von Neukölln

 

Empowerment von „Meisterhand“ – Verein für Integration, Bildung und Kunsthandwerk e. V.

„Meisterhand“ fördert die Teilhabe von Migrant*innen mit türkischem Hintergrund: Bildung und Qualifizierung für den Arbeitsmarkt ist sein Hauptanliegen. Die Frauen und Schülerinnen sollen neue berufliche Perspektiven für ihr Leben gewinnen.

Grundlage ist  Ausübung diverser Handarbeitstechniken aus der Türkei. Die Modedesignerin „Rita in Palma“ setzt diese Fähigkeiten ein, um Designer-Mode-Accessoires wie extravagante Krägen oder Schmuck zu kreieren.

„Meisterhand“ ist außerdem Trägerin des Hatun Sürücü Preises 2018: damit zeichnet die grüne Fraktion Organisationen aus, die die Selbständigkeit von Frauen fördert. Ann-Kathrin Carstensen, die Leiterin des Vereins, berichtet, dass das Empowerment-Konzept der Familienmütter die Perspektiven und Chancen ihrer Töchter enorm verbessert hat.

http://von-meisterhand.com/kontakt/

Aus traditioneller türkischer Handswerkskunst wird Designer-Mode

 

Rad und Tat- Offene Initiative Lesbischer Frauen e.V.

Mit Rad und Tat  geht es zu einer Offenen Initiative Lesbischer Frauen e.V. in Neukölln. Es wurde 1989 von einer kleinen Gruppe aus der feministischen Bewegung heraus gegründet. Seitdem hat sich das RuT von einer kleinen Selbsthilfeinitiative zu einem sozialen und kulturellen Zentrum entwickelt.

Es setzt sich für politische und gesellschaftliche Belange von Lesben und queeren Menschen ein: insbesondere von behinderten und älteren. Denn immer noch werden Frauen und queere Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Identität ausgegrenzt. Dem wirkt RuT mit seiner vielfältigen Angebotspalette entgegen.

http://rut-berlin.de/startseite.html

 

Aufruf für das erste inklusive, queere und Frauenwohnprojekt in Berlin

 

MaDonna mischt mit!

MaDonna Mädchenkult.Ur e.V.  ist ein selbstständiger, weltanschaulich und politisch unabhängiger Verein zur Wahrung der Menschenrechte. Seit 1987  bietet er offene und mobile Kinder- und Jugendarbeit an und Beratung sowie ergänzende Eltern- und Familienarbeit in Berlin Neukölln. „Interkulturell, kreativ, niedrigschwellig, kieznah, krisenerprobt, chaos- und konfliktfähig, entdeckungsfreudig, und gefühlvoll“ so beschreibt es die Leiterin des Mädchenzentrums in der Falkstraße 26.

Begrüßung durch den Verein MaDonna Mädchenkult.

100 Jahre Frauenwahlrecht

Am 8.März gibt es jedes Jahr den Weltfrauentag. Dieses Jahr wurde er aber besonders feierlich begangen, denn vor genau 100 Jahren haben die deutsche Frauen sich das Wahlrecht erkämpft – nach den Finninen und den Polinnen, aber weit vor Italien und der Schweiz. Das Fortschritt nichts Selbstverständliches ist und Errungenschaften wieder verloren gehen können war auch Thema bei dieser Feierstunde im Berliner Abgeordnetenhaus. Denn schließlich ist der Frauenanteil dort mit 33% so gering wie seit 15 Jahren nicht mehr. Eine Folge des Einzugs der männderlastigen AfD und FDP in das Abgeordnetenhaus.

Mit Christine Rabe, der ehemaligen Gleichstellungsbeauftragten von Charlottenburg-Wilmersdorf

 

Ein würdiger Abschluss für einen sehr inspirierenden Bezirkstag im Frauenmärz 2018.