In, aus und für Berlin.

Mit Sinn und Spaß gegen #Mietenwahnsinn – #Bezirkstag Lichtenberg

Es ist wieder Zeit für unseren gemeinsamen #Bezirkstag in Lichtenberg. In Berlin steigen die Mieten in Bereiche, die für viele nicht mehr bezahlbar sind. Aber Wohnen und Gewerbe braucht faire Mieten, damit die Berliner Mischung erhalten werden kann, die auch die Attraktivität unserer Stadt auszeichnet. Zentral sind sie auch für den sozialen Zusammenhalt. Wir besuchen Einrichtungen und Aktivist*innen, die sich in Lichtenberg für Solidarität und Freiheit einsetzen.

Unternehmer*innen-Frühstück im Café Vernunft

Unsere Tage beginnen mit einem gemeinsamen Unternehmer*innen-Frühstück. Mit Stefan Ziller von der Grüne-Fraktion-Berlin und Hannah Neumann diskutieren Andrea Schirmacher von der WeiberWirtschaft eG, Kommunikationdesignerin Annette Weber, Coach Nanette Conrad, Stillberaterin Stefanie Rosin u. v. a. die steigenden Gewerbemieten in Berlin und die soziale Entwicklung in unserer Stadt.

Unternehmerinnen-Frühstück im Café Vernunft (Bildnachweis: Bernd Schwarz)

Eine spannende und kontroverse Diskussion entspinnt sich um das Thema ALG II und Bedingungsloses Grundeinkommen. Ich setze mich für die Abschaffung der Sanktionen bei Hartz IV ein und bin der festen Überzeugung, ein BGE würde großes kreatives Potenzial freisetzen und den 1. Artikel unseres Grundgesetzes mit Leben erfüllen. Der Vorschlag des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller ist hingegen nur eine Scheinlösung, wie mein Kollege Sven Lehmann und ich in der TAZ dargelegt haben.

CoHousing in der Wönnichstraße 103

Etwa 20 Menschen jedes Alters leben in dem sozial und ökologisch orientierten Hausprojekt in der Wönnichstraße 103. Im Veranstaltungsraum „Piekfeiner Laden“ erklären uns Irmina Körholz und Brigitte Mohaupt das gemeinsame Leben und Wohnen mit Gemeinschaftsküche und Bibliothek, mit Gartenteich und Eigenanbau, mit eigener Wasserklärung und -wiederverwendung sowie eigener Solarstromversorgung.

CoHousing in der Wönnichstraße 103 (Bildnachweis: Bernd Schwarz)

Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften – BENN in Lichtenberg

Nach einem Rundgang und Mittagessen im Dong Xuan Center geht es weiter zum Warnitzer Bogen. BENN ist ein Programm des Senats, um an verschiedenen Standorten in unserer Stadt im Umfeld von Unterkünften für Geflüchtete den Zusammenhalt im Kiez zu stärken und inklusive Teilhabe zu ermöglichen. Diesem umfassenden Empowerment-Ansatz widmen sich in Lichtenberg Fabio Reinhardt und sein Team von der SozDia Jugendhilfe, Bildung und Arbeit , Ausbildung & Qualifizierung. 
Gerade in Kiezen, in denen die Armuts- und Arbeitslosigkeitsquote hoch sind, kann ein solches Integrationsmanagement für die gesamte Nachbarschaft die Akzeptanz von und das Zusammenleben mit Geflüchteten besonders verbessern – denn alle Anwohner*innen gewinnen auch aus subjektiver Sicht.

Im Gespräch bei BENN mit Fabio Reinhardt von SozDia und Vertreter*innen von Senatsverwaltung und Bezirksamt (Bildnachweis: Bernd Schwarz)

Campus für Demokratie

Es ist gerade in diesen Zeiten eine begrüßenswerte Entwicklung, die die ehemalige Stasizentrale macht: aus dem Ort der (Schreibtisch-)Täter wird ein Campus für Demokratie und Freiheit. Am 22. März dieses Jahres hat das Abgeordnetenhaus mit den Stimmen von SPD, CDU, Linken, Grünen und FDP beschlossen, die langjährige Initiative des Bundesbeauftragten Roland Jahn und von ASTAK e. V. Wirklichkeit werden zu lassen.

Auf dem Dach der Freiheit: Daniela Ehlers (BVV Lichtenberg), Hannah Neumann (Kreisvorsitzende Lichtenberg), Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Stasiunterlagen), Lisa Paus MdB und Frank Ebert (Robert-Havemann-Gesellschaft) (Bildnachweis: Bernd Schwarz)

#Mietenwahnsinn widersetzen im Weitlingkiez

Im Weitlingkiez steigen die Mieten weiter – wegen Luxussanierung, Immobilienspekulation u. v. m. Aber das Weitlingkiez Kollektiv stellt sich der Verdrängung und Gentrifizierung entgegen. Bei unserer gemeinsamen Aktion im Rahmen der #Mietenwahnsinn-Wochen legen viele Anwohner*innen ihre Lage dar und wir klären über geplante Mietensteigerungen mit einer genauen Straßenkarte auf.

Robert Klages berichtet im Tagesspiegel-Newsletter davon: https://leute.tagesspiegel.de/lichtenberg/macher/2018/04/16/41234/sonst-wird-der-kiez-denen-ueberlassen-die-ihren-profit-maximieren-wollen

Noch ausführlicher der Bericht von Hannah Neumann:
http://www.hannahneumann.berlin/aktion-mietenwahnsinn-kaum-jemand-der-heute-hier-lebt-kann-sich-solche-mieten-noch-leisten/

#Mietenwahn widersetzen im Weitlingkiez (Bildnachweis: Bernd Schwarz)

Wir lassen den gemeinsamen #Bezirkstag in einer nahegelegenen Kneipe ausklingen.

Weitere Bilder finden Sie hier auf meiner Facebook-Seite.