In, aus und für Berlin.

Unser #Bezirkstag in Charlottenburg-Wilmersdorf: sozial, ökologisch, innovativ.

Mein Heimatkiez Charlottenburg-Wilmersdorf ist ein innovativer und sozialer Bezirk. Das konnte ich am 8.Mai 2018 auf einem #Bezirkstag erleben: Bei Unternehmerinnen wie #Starberry und Unternehmen wie #SirPlus und #Pinel, bei der Bürgerinitiative Fasanenplatz, in der Auengemeinde, im Werner-Bockelmann-Haus und im Rathaus...

Mein #Bezirkstag am 8.Mai 2018 in #Charlottenburg#Wilmersdorf begann mit einem #Unternehmer*innen-Frühstück im entzückenden Kaffeehaus Mila. Mit dabei waren u.a. @HelenNicolai_BP @MonikaGossmann @fidarev @starberry . Das Thema, das die Unternehmerinnen momentan am meisten drückt, sind die stark steigenden Gewerbemieten.

Frisch gestärkt ging es weiter zu @SirPlus in der Wilmersdorfer Fussgängerzone. Laut @wwf_Deutschland werden jede Sekunde  in Deutschland 313kg Lebensmittel weggeworfen. Und wenn man noch dazu nimmt, was schon bei der Produktion in der Landwirtschaft vernichtet wird – weil es nicht schön genug ist – oder dann in den Läden – weil es nicht mehr frisch genug ist – dann werfen wir fast die Hälfte unserer Lebensmittel weg. Eine unglaubliche Verschwendung! Vor allem wenn man bedenkt, wieviel klimaschädliches CO2 – für Gewächshäuser, Erntemaschinen, Waschanlagen, Transport – so völlig umsonst in die Atmosphäre gepustet wurde. #SirPlus rettet die Lebensmittel bei Landwirten oder in Supermärkten vor der Vernichtung und verkauft sie zum reduzierten Preis. Man kann auch Lebensmittel-Kisten bestellen. #issgerettet ist ein Lösungsansatz gegen #foodwaste, ; der mich überzeut. #zgfdt #Lebensmittelverschwendung

Psychisch Kranke sind keine Verbrecher wie die #CSU in #Bayern  zu glauben scheint! Psychisch Kranke sind Menschen mit vielen Qualifikationen und Talenten, die sie auch im Beruf einsetzen können – wenn der Arbeitgeber sich auf ihre Bedürfnisse einstellt. Wie das geht, zeigt die Pinel gGmbH in Berlin. Seit 18 Jahren gibt sie psychisch kranken Menschen für maximal drei Stunden am Tag Arbeit: Sowohl in der Wäscherei als auch im Gartenbau oder in der Gebäudereinigung. Das Angebot ist nicht zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt gedacht, sondern für Menschen, bei denen die Ärzte zumindest mittelfristig keine dauerhafte Heilung prognostizieren. Aber die Arbeit hilft den meisten sehr. Dabei geht es nicht nur um den Zuverdienst von knapp 100 € die Woche – die Arbeitstunden strukturieren den Alltag. Für viele ist es ein geradezu heilsames Erlebnis, dass Arbeitnehmer wie Kolleginnen Rücksicht nehmen, wenn sie schlechte Tage haben. Das zeigt sich auch daran, dass sich die Zahl der Klinikaufenthalte und Krisen bei den meisten mindestens halbiert, sobald sie bei Pinel eine Arbeitsstelle haben.

Nächster Punkt beim #Bezirkstag ‚CW: Treffen mit Peter #Gnielczyk und Bärbel #Scherhaag von der Bürgerinitiative #BIFasanenplatz. Sie sammeln Unterschriften, damit die BVV #Milieuschutz für ihren Kiez um die #Schaperstraße und den Ludwig-Kirch-Platz beschließt. Denn dann müssen Modernisierung und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen genehmigt werden. Nur so lassen sich die explodierenden Mieten und damit #Verdrängung und #Gentrifizierung abbremsen – glauben die Aktivisten. Denn sonst können sich Alteingessesene und junge Familien das Karree bald nicht mehr leisten. Sie zahlen jetzt schon fast 40% ihrer prinzipiell durchaus höheren Einkommen für die Miete.

BI Fasanenplatz Prospekt

Mein #Bezirkstag #CW fand am 8.Mai 2018 statt – also genau 73 Jahre nach dem #TagderBefreiung und damit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Für mich bedeutet deutsch sein auch: Verantwortung tragen, für das, was geschehen ist. Auch erinnern, damit es #niewieder kommt. Zusammen mit Kristina Westerhoff, der Pfarrerin der Wilmersdorfer Auengemeinde, habe ich deshalb @Stolpersteine_B geputzt.  Es waren die von Clara Boas und Jacob Munter, die 1942 und 1943 von hier aus der Wilhelmsaue deportiert und im #Holocaust ermordet wurden. #noafd

Anlässlich der grünen #Pflegewoche besuchte ich am Bezirkstag auch das Werner-Bockelmann-Haus. Zusammen mit Kordula Schulz-Asche, unserer pflegepolitischen Sprecherin –  als gelernte Krankenschwester auch vom Fach. Die Geschäftsführerin Donate Irene Blok erklärte uns sehr anschaulich, wie sich die Anforderungen für Seniorenheime geändert haben. Früher gingen die Menschen früher und fitter ins Seniorenheim – jetzt müssen sie auch ihre Einrichtung auf die Bedürfnisse von dementen Menschen umbauen. Außerdem berichtete sie uns, was sie alles unternehmen, um Personal zu finden und zu halten. Denn leider ist das auch im Werner-Bockelmann-Haus das Hauptproblem: Es fehlt massiv an Pflegepersonal. Deshalb fordern wir u.a. ein Sofortprogramm für 50.000 Pflegekräfte mit deutlich besserer Bezahlung und Arbeitsbedingungen #Pflegestärken.

Letzter Punkt meines Bezirkstages #CW. Die Kreisversammlung der @gruene­­_cw.  Hier ist die Meinung einhellig:  #Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit in #Berlin. Das ist auch im rot-rot-grünen #r2g Senat in Berlin nicht umstritten – wie @antje_kapek,  Fraktionsvorsitzende von @gruenefraktionB  berichtet. Prinzipiell sind 60% der Projekte im Koalitionsvertrag in Angriff genommen. Der Baustadtrat Oliver Schruoffenegger bricht das auf Bezirksebene runter. Die ganz konkreten Konflikte vor Ort bei der ökologisch-sozialen Transformation – Stichwort Bäume fällen müssen, um Fahrradwege zu bauen – dominierten dann auch die abschließende Diskussion.

Wieder einmal viel gelernt, neue Ideen bekommen und tolle Menschen getroffen – bei diesem #Bezirkstag #CW.