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Grün und geschichtsbewusst: Mein #Bezirkstag in Treptow-Köpenick

An meinem #Bezirkstag am 22. Juni 2018 habe ich als Berliner Bundestagsabgeordnete zusammen mit dem Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses Harald Moritz wichtige Akteur*innen in Treptow-Köpenick getroffen. Der Tag begann mit einem Unternehmer*innen-Frühstück, führte ins Zentrum für queere Geflüchtete, über Garten und Galerie der Kungerkiez-Initiative  bis in das NS-Zwangsarbeiterlager. Außerdem habe ich das vorbildliche Unternehmen LTB Lasertechnik, das Zentrum für Demokratie in Schöneweide und die grüne Fraktion in Rathaus Treptow besucht.

Unternehmer*innen-Frühstück

In der sehr gemütlichen Zimt und Mehl Manufaktur gibt es ein hervorragendes Frühstück. Beim Unternehmer*innen-Frühstück dabei sind das Ingenieurbüro für Grundwasser und Boden Gmbh, Avocons GmbH, Agentur & Akademie, Kleef & Co, Die FotoGrafen u.a.

Heiß diskutiert wird das Mobilitätsgesetz: Unternehmer*innen setzen Hoffnungen für den Lieferverkehr hinein. Danke für den Austausch!

 

Unterkunft für queere Geflüchtete

Auch wenn Horst Seehofer, die CSU und die AFD das anders sehen: Geflüchtete brauchen Schutz. Umso mehr, wenn sie selbst schwul oder lesbisch oder transsexuell sind: LSBTIQ* – und deshalb persönlich traumatisiert und verfolgt wurden. Die Schwulenberatung Berlin leistet tolle Arbeit in der ersten Unterkunft für queere Flüchtlinge in Berlin.

Es folgt der Gründungsidee der Schwulenberatung von 1981: Schwule Männer haben ein Bedürfnis nach lebensweltnaher Beratung, in welcher das Thema Homosexualität nicht im Mittelpunkt stehen muss. Aber es hilft, wenn lebensweltspezifische Besonderheiten bekannt sind. In der Unterkunft wird deutlich, wie individuell auf die Situation der queeren Geflüchteten eingegangen werden muss – angefangen bei sensiblen Sprachmittler*innen.

Kiezspaziergang mit der Kungerkiezinitiative

Weiter geht es zur Kunger-Kiezinitiative e.V. in Treptow. Die Nachbarschafsinitiative organisiert im Treptow-Köpenick Kurse für Sport, Kunst und Veranstaltungen zu Klima. Die KungerKiezInitiative e.V. wurde am 10. Mai 2007 gegründet. Engagierte Bürgerinnen und Bürger wollten das Gemeinwesen in Alt-Treptow fördern. Zur Zeit hat die Intiative etwa 50 Mitglieder – darüber hinaus gibt es  zahlreiche weitere Menschen, die in den einzelnen Projekten aktiv sind, ohne Mitglied zu sein.

Das Ziel ihrer Arbeit ist das gute Zusammenleben im Kiez. Deshalb will die Kunger-Kiezinitiative alle Aktiven im Kiez miteinander zu vernetzen und alle Ideen, Engagierten und Ereignisse bündeln und unterstützen. Dies tut sie aktuell durch Aktivitäten wie die  Kiez AG, durch Kiezflyer, Kiezkasse und Regiestelle FEIN-Mittel und durch das  Klima-Projekt “Gutes Klima. Im #Kungerkiezgarten wird das Projekt “Gutes Klima” für alle Menschen erfahrbar – inklusive Anbau und Selbstversorgung von Obst und Gemüse. Und natürlich bieten sie auch für Wildbienen eine wichtigen Lebensraum.

Geschichte wiederholt sich nicht – dafür müssen wir kämpfen

Besonders beeindruckt bin ich bei diesem Bezirkstag vom Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. Es ist eine Abteilung der Stiftung Topografie des Terrors. Das ehemalige Zwangsarbeiterlager befindet sich in Schöneweide. Dort wird das Massenphänomen NS-#Zwangsarbeit aufgearbeitet und auch ihre Verharmlosung bis in die jüngste Zeit.

Während des Zweiten Weltkriegs gehörte das Lager zu den mehr als 3.000 über das Stadtgebiet verteilten Sammelunterkünften. Seit Ende August 2010 ist eine gut erhaltene Unterkunftsbaracke im Rahmen von Führungen zugänglich. Die Dauerausstellung “Alltag Zwangsarbeit 1938-1945” informiert über das “System Zwangsarbeit”. Kürzlich wurde die zweite Dauerausstellung “Zwischen allen Stühlen. Die Geschichte der Italienischen Militärinternierten 1943-1945” eröffnet. Sie stellt das Schicksal einer wenig beachteten Gruppe von Zwangsarbeitern dar.

Die deutsche Erinnerungskultur ist für mich keine Last, sondern etwas, auf das ich stolz bin. Denn Demokratie  ist so stark wie die Menschen, die sie leben und verteidigen. Deshalb ist Erinnerungskultur so wichtig für eine echte, wehrhafte Demokratie.

Familienfreundlicher Weltmarktführer

LTB Lasertechnik Berlin GmbH ist ein innovativer Entwickler und Hersteller von Kurzlasern. Sie bestimmen weltweit den Gerätestandard mit: Das reicht von Stickstofflasern über Frequenzverdoppler bis zu unterschiedlichen Analysesystemen auf der Basis von laserinduzierter Plasmaspektroskopie, Fluorezenzspektroskopie und Raman-Spektroskopie.

LTB ist aber nicht nur ein erfolgreiches Unternehmen, es ist auch ausgezeichnet als familienfreundliches Unternehmen. Und beweist damit : Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist  kein wirtschaftliches Problem. Sondern im Gegenteil: Ein wichtiges Konzept, um als Unternehmen gute Führungskräfte anzuziehen und dadurch erfolgreich zu sein.

Zentrum für Demokratie

Nächster Stopp ist das das Zentrum Für Demokratie Treptow-Köpenick in Schöneweide. Es arbeitet gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Und ist hier in Schöneweide besonders wichtig – wegen der ständigen AfD-Angriffe. Auch dem Zentrum für Demokratie ist es zu verdanken, dass es gelungen ist, die rechtsextremen Tendenzen gerade in Schöneweide zurückzudrängen. Das es mehr und mehr das Image eines weltoffenen Kultur- und Wissenschaftsstandortes bekommt. Danke an den Träger Offensiv ’91.

Empfang der grünen BVV-Fraktion Treptow-Köpenick


Das prägt auch meine Rede beim letzten Punkt dieses Bezirkstages: Dem Empfang der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen Treptow-Köpenick im Rathaus.  Die Wähler*innen können sich darauf verlassen: Wir Grüne kämpfen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, für faire Mieten, Fairtrade und Mobilitätswende. Und deshalb auch dafür, dass Treptow-Köpenick ein grüner, weltoffener Bezirk bleibt.