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Die Kalte Progression ist der Scheinriese der Steuerdebatte

Der #AfD ist es tatsächlich gelungen, mich mit einem Antrag zu erfreuen: Ihr Antrag zeigt auf Deutlichste, warum die Debatte um die #kalteProgression der Scheinriese der deutschen Steuerdebatte ist. Dazu habe ich meine Bundestagsdebatte am letzten Donnerstag, den 26.04.2018, gehalten:


Es hat in den letzten Jahrzehnten nämlich mehrere Anpassungsgesetze – durch Schwarz-Gelb und Schwarz-Rot – gegeben. Aber der Effekt der kalten Progression ist bei niedriger Inflationsrate so gering, dass es den Profitierenden – inklusive AfD-Abgeordneten – anscheinend gar nicht aufgefallen ist.

Das eigentliche Problem ist, dass in Deutschland die unteren bis mittleren Einkommen zu viele Steuern und Abgaben tragen müssen und die Besserverdienenden zu wenige. Die Anpassung der Kalten Progression führt das Problem fort. Durch die letzten Anpassung wurde (nach Durchschnittslöhnen) die Krankenschwester um 98€, der Chefarzt um 430 € entlastet.

Wir Grünen sind auch für Steuerentlastungen – aber für solche, die endlich wirklich einmal die unteren Einkommen entlasten. Man könnte das einfach erreichen, in dem man die Freibeträge, ab wann Steuern gezahlt werden müssen, für alle anhebt. Von so einer Anhebung um – beispielsweise 100 € – würde die Geringverdienerin prozentual deutlich mehr profitieren, als der Chefarzt. Das wäre gerecht und hilfreich für die wirtschaftliche Entwicklung.