In, aus und für Berlin.

Ökologisch und gerecht – Mein #Bezirkstag in Lichtenberg

Lichtenberg ist ein Bezirk im Wandel und für innovative Wirtschaft genauso interessant wie für junge Familien. Hannah Neumann, Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg für die Bundestagswahl 2017, und die Berliner Bundestagsabgeordnete Lisa Paus besuchen gemeinsam herausragende Akteure des Bezirks.

Unternehmer*innen-Frühstück im Café & Bistro Vernunft

Von meiner Wohnung in Wilmersdorf aus ist Lichtenberg für mich nicht der nächste Weg: deshalb freue ich schon auf die erste Tasse Kaffee des Tages. Gemeinsam mit Hannah Neumann habe ich Unternehmer*innen aus Lichtenberg zu einem gemeinsamen Frühstück eingeladen. Für uns sind solche Gespräche tolle Möglichkeiten, neue Anstöße zu bekommen und dabei herauszufinden, wie Berlin am besten verbessert werden kann.

Vielen Dank an GUTe Gesellschaft für Unternehmensservice & TrainingMietküche, Naturpraxis Dreblow, Schwärzel Industrietechnik, Handelsvertreter Uwe Fremde, dsh-hotelprojects, Lok.projekteUlrich KommunikationFamiliencafé Amitola, Integrationsberaterin Claudia Beuße, Die Glaserei e.K.WellnessMeNaGe, ergo.de und Expansionsmakler

Regional, Bio, Vegetarisch – Treiber Tofu

Daniela Ehlers, Hannah Neumann, Lisa Paus, der Vertreter von Treiber Tofu und ganz rechts Philipp Ahrens.

Kulinarisch ging es gleich weiter bei Treiber Tofu. Anfang 2016 war ich in Brasilien und konnte hautnah erleben, worüber sonst nur in den Zeitungen zu lesen ist. Jeden Tag werden dort unglaublich große Flächen Regenwald gerodet, um Platz für Soja-Plantagen zu schaffen. Soja, das hier in Europa in großen Massen als Kraftfutter dient und so unseren exzessiven Fleischgenuss ermöglicht. Umso schöner ist es deshalb für mich zu sehen, was mit Soja sonst noch so angestellt werden kann. Tofu ist an sich ja schon die klimaschützende Alternative zu Fleisch. Dass das von Treiber Tofu verwendete Soja zusätzlich aus Brandenburg kommt und biologisch produziert wurde, ist ein ganz starkes Ausrufezeichen. Die Umwelt dankt!

Die meisten Anlagen bei Treiber Tofu dienen dazu, die Sojamilch aus den Bohnen zu holen.
Die Kopfbedeckung steht allen hervorragend!

Hungern für die Schule – Willkommensklassen für Geflüchtete in Hohenschönhausen

Stellen Sie sich mal vor, Sie würden noch zur Schule gehen. Und weil Sie bereits vor der Frühstücksausgabe zur Schule müssen und erst nach der Ausgabe des Mittagessens wiederkommen, ist Ihre erste Mahlzeit des Tages: das Abendessen. Man will es sich eigentlich nicht vorstellen. Den Schüler*innen der Willkommensklassen in Hohenschönhausen am Barnim-Gymnasium geht es aber so. Weil die Essenszeiten der Geflüchtetenunterkunft und der Schulunterricht zeitlich nicht vernünftig koordiniert werden, wird schlichtweg gehungert. Das Barnim-Gymnasium ist zwar eine hervorragende Schule, hungernde Schüler in den angrenzenden Willkommensklassen sind trotzdem ein Skandal!

Pro Menschenrechte, contra Vorurteile.

Natur statt Straße – Pro Malchower Luch

Genau!

Vergangenes Wochenende hat es hier in Berlin stark geregnet. Bevor der Bezirkstag heute morgen begann, bekam ich eine Nachricht von Pro Malchower Luch: „Frau Paus, nehmen Sie heute besser ein Paar Gummistiefel mit.“ Für diesen Hinweis bin ich ziemlich dankbar, denn ohne ihn, würde ich jetzt ziemlich im Wasser stehen.  Der Malchower Luch ist wirklich ein Traum, unberührte Natur, wohin man blickt. Dass hier ein 4-spurige-Straße durchführen soll, mag man sich gar nicht vorstellen. Vermeiden ließe sich die Ortsumfahrung vor allem durch eine Stärkung des Rad- und öffentlichen Nahverkehrs. Mehr zu meinem Besuch findet sich in einem Bericht von Pro Malchower Luch.

So wie es aussieht, war es auch: echt spaßig!

Hebammen Karlshorst

Die Bedeutung der Arbeit von Hebammen kann ich gar nicht stark genug betonen! Vor, bei und nach der Geburt meines Sohnes durfte ich feststellen, was es für ein Geschenk ist, in dieser emotionalen Zeit unterstützt, beraten und begleitet zu werden. Umso schmerzhafter ist es zu sehen, unter welchen Bedingungen Hebammen arbeiten müssen. Die Zustände in den Kreissälen ist wirklich desolat. Außerdem gibt es nicht genügend ausgebildete Hebammen, sodass Überstunden schon die Regel bilden, der Bedarf bei Weitem nicht gedeckt werden kann und viele junge Müttern nicht diese Begleitung, wie ich sie hatte, erfahren dürfen.

Trotz des brisanten Themas haben wir uns gut unterhalten.

Abrocken statt Abzocken – Berliner Rockhaus

Mieter*innenvertreibung ist mittlerweile leider nichts außergewöhnliches mehr in Berlin. Beinahe täglich gibt es Meldungen über Mieter*innen, die ihr langjähriges Zuhause verlassen müssen. Ein prominentes Beispiel hierfür ist das Berliner Rockhaus. Nachdem dem Betreiber Dirk Kümmele von Vermieter Scharfstein die Kündigung ausgesprochen wurde, regt sich dort aber Widerstand. Über 100 Protestbriefe der Musiker*innen erreichten Scharfstein. Die Auseinandersetzung wird nun vor Gericht geklärt. Für die vielen Musiker*innen des Rockhauses, als auch für die Berliner Musikkultur bleibt zu hoffen, dass im Interesse der Mieter entschieden wird.

Kampfansage!

„Milieuschutz—und alles ist gut?“

Der Kaskelkiez bekommt ihn jetzt, der Weitlingkiez muss noch warten. Und das Gebiet Frankfurter Allee Nord? Wir werden sehen…

Unter Moderation von Hannah Neumann, diskutiere ich gemeinsam mit Katrin Schmidberger (MdA) und Jochen Biedermann (Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung) über Milieuschutz in Lichtenberg.

Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg unterstützt Bestrebungen für Milieuschutzgebiete in Lichtenberg. Im Kaskelkiez kommt er etwas spät, jetzt wollen wir mit Initiativen im Kiez dafür sorgen, dass der Milieuschutz für den Weitlingkiez noch rechtzeitig kommt. Rechtzeitig heißt für uns, bevor sich junge Familien, Studenten oder Menschen mit geringer Rente keine Wohnung mehr im Kiez leisten können.

Aber wir sagen auch ehrlich: Milieuschutz – das löst nicht jedes Problem von Mieter*innen. Auch auf Landes- und Bundesebene muss angepackt werden, damit Mieten nicht weiter durch die Decke gehen und mehr Wohnraum geschaffen wird, den sich auch Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen leisten können.

Katrin Schmidberger, Jochen Biedermann, Hannah Neumann, Lisa Paus.
Die Veranstaltung war gut besucht und die Resonanz durchweg positiv.