In, aus und für Berlin.

Da ist Musik drin – Mein #Bezirkstag in Marzahn-Hellersdorf

MaHe hat nicht unbedingt den besten Ruf der Berliner Bezirke. Es wird häufig mit sozialen Problemen und rechter Gewalt in Verbindung gebracht. Bei meinem Bezirkstag besuche ich zusammen mit Stefan Ziller, Mitglied des Abgeordnetenhauses und Sprecher für Digitales und Armutsbekämpfung, herausragende Akteure in Marzahn-Hellersdorf. MaHe kann nämlich auch anders! Im Fokus stehen heute die sozialen Herausforderungen und der wirtschaftliche Wandel des Bezirks.

Unternehmer*innen-Frühstück im Café Schnattertasche 

„Wo drückt der Schuh?“, frage ich und die Gespräche beginnen. Um 08:30 im Café Schnattertasche beginnt mein Bezirkstag in Mahe. Bei der langen Anreise und dem frühen Aufstehen, freue ich mich bereits auf eine heiße Tasse Kaffee. Gemeinsam mit Stefan Ziller haben wir Unternehmer*innen aus Marzahn-Hellersdorf zu einem gemütlichen Austausch bei leckerem Frühstück eingeladen. Im Besonderen wurde über die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt und die Chancen und Hürden der Digitalisierung diskutiert.

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Die lassen es sich gut gehen – Stefan Ziller und Lisa Paus, MHWK Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis e.V., Humana Kleidersammlung GmbH, Deutsche Bahn Personenverkehr, Schoof Gebäudeelektronik, marzahn online, Business Park, LogischBio.

Beruf, Bildung, Beratung – Frauenzentrum Marie e.V.

Starke Frauen werden nicht geboren, sondern gemacht! Sinnerfüllte Arbeit, persönliche Entwicklung und eigenständige Existenzsicherung – das Frauenzentrum Marie e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Frauen dabei zu unterstützen. Frauen sind nicht nur strukturell benachteiligt (Ehegattensplitting) und kümmern sich häufig alleine um die Erziehung ihrer Kinder, sondern verdienen auch noch wesentlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Durch Beratungsangebote und Bildungsprogrammen setzt das Frauenzentrum genau dort an, um sie persönlich und beruflich zu stärken. Toll!

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Starke Frauen und ein starker Mann [v. l. n. r.]: Stefan Ziller, Lisa Paus, Karin Gaulke, Cordula Streich, Elisa Rahn und Houda Fedaili.
„Die“ wollen doch bloß spielen

Der nächste Besuch meines #Bezirkstags führt uns zu einem der drei Abenteuerspielplätze der Spielplatzinitiative Marzahn e.V.. Spielplätze sind für Kinder echte Lebensqualität. Und wie jeder weiß: sind die Kinder glücklich, geht es den Eltern auch gut. Ganz spielerisch werden die Kinder hier auf dem Abenteuerspielplatz für die Natur, gesunde Ernährung, aber auch alte Handwerkstechniken sensibilisiert. In ihrem Engagement ist die Initiative häufig rechter Hetze ausgesetzt. Mit Rückgrat und starker Stimme stellt sie sich dieser entgegen.

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Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt – alles vegan. Vielen Dank! Matthias Bielor, Gabi Wolf, Stefan Ziller, Karlheinz Wolf, Cordula Streich, Ursula Steinau und Birgit Haase

Für eine gute Sache – „Laib und Seele“

„Auch wir lieben Lebensmittel“, sagt Laib und Seele über sich. Die Kisten stapeln sich neben- und aufeinander, der Weg zum Kreuz ist sogar schon versperrt. Wir treffen uns in der Ausgabestelle der Missionsgemeinde Marzahn. Immer wieder ringt Laib und Seele Marzahn mit der Finanzierung der Ausgabestelle für Bedürftige. Gerade der Ausbau neuer Räume ist nötig, damit ausreichend geholfen werden kann.

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Spenden sind hier sehr willkommen.

Spiel und Spaß – Jugendzentrum Betonia

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Allzu oft saß ich noch nicht an einem Schlagzeug. Ich bin zwar musikalisch aufgewachsen, den Gesichtern der Anderen zur Folge, hält sich mein Talent fürs Schlagzeug in Grenzen. Hier im Jugendzentrum Betonia müssen sich Jugendliche für ihre Musik nicht rechtfertigen und die „Phil Collins“ der Zukunft können sich austoben. Sie sind hier aber nicht nur auf Musik beschränkt, sondern können sich auch in vielen anderen Projekten und Aktivitäten beschäftigen.

Keine Mucke ohne Platte – ORWOhaus e.V.

Das ORWOhaus stand bereits kurz vor dem Ende, Brandschutzmängel. Aber es wurde hart gekämpft und da steht es nun noch immer, jetzt renoviert: Die neue „Musikfabrik“. Heute stellt das ORWOhaus eine einmalige Plattform für Musiker dar: Proberäume, Tonstudios, Veranstaltungen und natürlich darf auch eine Bar nicht fehlen. Ich staune über die Größe der Anlage. An die 700 Musiker teilen sich hier 100 Proberäume und in den Veranstaltungsraum passen bei Konzerten bis zu 2000 Zuhörer.

Es hat nicht geregnet; die Regenschirme sind nur zur Dekoration da. 

LAG – Kandidat*innen-Check

Der Bezirkstag muss dann jedoch schon enden, denn für die anstehende Listenaufstellung wurde von den LAG’en ein Kandidat*innen-Check veranstaltet. Uns wurde kritisch auf den Zahn gefühlt: Die Themen gingen von Berlin über Europa bis zu Trump in den USA, aber es ging auch um „Wohnen“, „Geschlechtergerechtigkeit“, „Integration“, „Digitalisierung“, „Populismus“…, die ganze politische Bandbreite also. Rückgrat ist gefragt in diesen Zeiten!

Wir sind die programmatische Partei und auch deshalb kandidiere ich für Platz 1 unserer Landesliste.

adsf
(von links) Stefan Gelbhaar, Renate Künast, Özcan Mutlu, Bettina Jarasch, Lisa Paus, Urban Aykal, Tibor Harrach, Canan Bayram, Sibylle Stefan, Wolfgang Remmers