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Das Familien-Budget in unserem Wahlprogramm-Entwurf

Das Familien-Budget ist unser Vorschlag, um die Familien in Deutschland zu entlasten: und zwar um 12 Milliarden €. Wir wollen die Familienförderung dabei so umstellen, dass endlich auch Alleinerziehende und Unverheiratete davon profitieren. Das Familien-Budget basiert auf drei Säulen: Kindergrundsicherung, Kindergeld-Bonus und Kinderregelsätze. Hierzu unser Wahlprogramm-Entwurf:

Kinder leben bei uns sehr unterschiedlich. Sie haben alle die gleichen Rechte, kommen aber nicht alle gleichermaßen zu ihrem Recht. Um viele Kinder muss sich die Gesellschaft glücklicherweise keine Sorgen machen. Doch aktuell leben auch fast drei Millionen Kinder in Deutschland in Armut oder sind von Armut bedroht. Besonders gefährdet sind Alleinerziehende und ihre Kinder sowie Familien mit drei und mehr Kindern. Armut schmerzt und grenzt aus.

Mit dem grünen Familien-Budget schnüren wir ein großes Reformpaket, das zahlreiche Schwachstellen bei der Familienförderung angeht. Mit 12 Milliarden Euro wollen wir Familien entlasten. Für uns ist die Bekämpfung von Kinderarmut ein prioritäres Ziel. Wir stärken Alleinerziehende durch eine echte Existenzsicherung für Kinder. Wir entlasten Familien mit geringem und mittlerem Einkommen, indem wir endlich die ungleiche Unterstützung von Kindern entlang dem Einkommen ihrer Eltern beenden.

Das Familien-Budget basiert auf drei Säulen. Erste Säule: Regelsätze für Kinder, die so hoch sein müssen, dass sie den tatsächlichen Bedarf decken – und zwar auch den für Teilhabe an Bildung, Kultur und Mobilität. Zweite Säule: Kinder aus Familien mit niedrigem Einkommen und Alleinerziehende sollen künftig eine bedarfsdeckende Unterstützung aus einer Hand erhalten einen Kindergeld-Bonus. Er soll nicht beantragt werden müssen wie der jetzige Kinderzuschlag und auch nicht befristet sein wie der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende. Dritte Säule: eine Kindergrundsicherung, die die bisherige Förderung zu einer einheitlichen Leistung für alle Kinder zusammenfasst. Damit beenden wir die Ungerechtigkeit, dass sich die staatliche Unterstützung für Kinder am Einkommen ihrer Eltern bemisst und die Kinder wohlhabender Eltern mehr bekommen als die anderen.

Für bereits Verheiratete gilt: Sie können entscheiden, ob sie das alte Recht mit Ehegattensplitting, Kinderfreibeträgen und Kindergeld behalten oder die neue Regelung mit Individualbesteuerung und grünem Familien-Budget für sie günstiger ist. So stellen wir sicher, dass von unserer Reform alle profitieren. Das beste Mittel gegen Kinderarmut bleibt nach wie vor die Erwerbstätigkeit der Eltern. Auch deshalb ist es so wichtig, dafür zu sorgen, dass Beruf und Familie vereinbar sind.